{"id":198,"date":"1991-08-01T14:44:23","date_gmt":"1991-08-01T14:44:23","guid":{"rendered":"http:\/\/iws-ev.de\/iws\/?p=198"},"modified":"2011-01-04T18:27:00","modified_gmt":"2011-01-04T18:27:00","slug":"info-august-1991","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/iws-ev.de\/iws\/1991\/08\/01\/info-august-1991\/","title":{"rendered":"Info 1992"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">IWS &#8211; Info ?????<\/span><\/strong><\/p>\n<p>KEIN Flugblatt&#8230;&#8230;&#8230;. und KEINE Zeitung&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber trotzdem eine Informationsschrift der<br \/>\n<strong>Interessengemeinschaft W\u00fcrzburger Stra\u00dfenbahn e. V. (IWS):<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Der Verein:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die IWS ist ein parteipolitisch unabh\u00e4ngiger, eingetragener Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, den \u00d6ffentlichen Personennahverkehr in W\u00fcrzburg und seiner Umgebung zu f\u00f6rdern. Dabei steht das umweltfreundliche, schienengebundene elektrisch betriebene Ver\u00adkehrsmittel Stra\u00dfenbahn im Vordergrund. Wir verstehen uns aber auch in Ermangelung eines Benutzerbeirates als Interessenvertretung der Kunden des \u00d6PNV. Unsere Mitglieder\u00adschaft setzt sich aus Angeh\u00f6rigen aller sozialen Schichten und Altersklassen, Parteien, Geschlechter und vor allem aus Laien und Fachleuten zusammen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Verfasser:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bernd Hebenstreit : <\/strong>Jahrgang 1967, kaufm\u00e4nnische Lehre, Abitur, Wehrdienst, berufliche T\u00e4tigkeit, Studium der Betriebswirtschaftslehre<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frank Keller : <\/strong>Jahrgang 1966, kaufm\u00e4nnische Lehre, Beamter bei der Deutschen Bundespost &#8211; Telekom<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thomas W. Wenzel: <\/strong>Jahrgang 1964, kaufm\u00e4nnische Lehre, berufliche T\u00e4tigkeit, Bundes\u00adbahnbeamter, Abitur, Wehrdienst, Studium der Betriebswirtschaftslehre<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Das Ziel:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um unsere Vorstellungen und Anregungen jetzt und in Zukunft in kompakter und zielgerichteter Form weitergeben zu k\u00f6nnen, ver\u00f6ffentlichen wir, die IWS, die &#8218;IWS &#8211; INFO&#8216; in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden. Wir wollen hier Stellung zu Fragen der Verkehrspolitik nehmen, die Entschei\u00addungstr\u00e4ger, die Presse und den B\u00fcrger im Raum W\u00fcrzburg informieren. Und wir m\u00f6chten einen benutzerfreundlichen \u00d6PNV mitgestalten helfen. Als Hilfe f\u00fcr diese Arbeit haben wir unter anderem das Buch <strong>&#8222;Stadtbahn f\u00fcr W\u00fcrzburg&#8220; von Thomas Naumann und Christian Langenheim<\/strong> und das Magazin <strong>&#8222;Ortswechsel 1990&#8220;<\/strong> herangezogen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>G\u00fcnter Br\u00e4uer :<\/strong> Jahrgang 1938, technischer Beamter<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Vereinsanschrift:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Interessengemeinschaft W\u00fcrzburger Stra\u00dfenbahn e. V.<br \/>\nHartmannstra\u00dfe 07<br \/>\n8700 W\u00fcrzburg<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Editorial<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der letzten IWS-INFO vom August 1991 hatten wir in einer kurzen Notiz einen Verkehrs\u00adverbund f\u00fcr den Gro\u00dfraum W\u00fcrzburg angedacht. Wir setzten gedankliche Grenzen, die sich an bestehenden Netzen und Verbindungen, so unter anderem an DB-Strecken und den Stra\u00dfenbahnlinien in W\u00fcrzburg, orientierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der letzten Ausgabe sprachen wir ebenfalls die dramatischen Finanzierungsl\u00fccken beim \u00d6PNV und m\u00f6gliche Verbesserungen an. Doch dann \u00fcberrollten uns die Ereignisse! Zum einen die Finanznot der Stadt W\u00fcrzburg, zu anderen das Steuer\u00e4nderungsgesetz 1992. Deshalb entschieden wir, die vorliegende Ausgabe &#8218;April 1992&#8217;dem Thema<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Finanzen und Verbund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">zu widmen. Bei allen unseren \u00dcberlegungen haben wir funktionierende Beispiele aus anderen St\u00e4dten und Regionen herangezogen, um darzulegen, was mit Erfolg parktizierbar ist.<\/p>\n<p><strong>Und noch eines sollte deutlich gesagt werden:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind Bef\u00fcrworter des \u00d6PNV. Aber wir kennen seine Grenzen und wissen, da\u00df er auf manchem Gebiet das Auto nicht ersetzen kann. <strong>Wir zeigen aber, wo es \u00fcberall geht!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Einleitende Gedanken<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer in Unterfranken oder auch nur im Raum W\u00fcrzburg den \u00d6PNV betrachtet, erf\u00e4hrt ein sehr zwiesp\u00e4ltiges Bild. Auf der einen Seite den Erfolg der neuen Stra\u00dfenbahnlinie 5, deren Fahrgastzuwachsraten so stark sind, da\u00df die W\u00fcrzburger Stra\u00dfenbahn GmbH gezwungen ist, in der Rushhour einen Sechs-Minuten-Takt anzubieten, wobei die Fahrg\u00e4ste wegen immer noch \u00fcberlasteter Fahrzeuge st\u00f6hnen. Auf der anderen Seite die Schwierigkeit, in den Abendstunden nach Kitzingen oder auch nur nach G\u00fcntersleben zu gelangen. Hier sei au\u00dferdem die Bemerkung erlaubt, da\u00df der Reisewillige auf der Fahrt von W\u00fcrzburg nach Kitzingen immer noch zwei Fahrausweise ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man nun die finanzielle Situation der Verkehrstr\u00e4ger, tun sich ganz andere Abgr\u00fcnde auf. Die WSB ben\u00f6tigt zum Beispiel dringend die \u00fcberf\u00e4lligen 17 Mio DM, die sich die Stadt W\u00fcrzburg f\u00fcr die Finanzierung der ehemals neuen Stra\u00dfenbahnz\u00fcge zu zahlen verpflichtete. Zus\u00e4tzlich werden Gelder ben\u00f6tigt, um weitere dringende Ausbau- und Beschleunigungs\u00adma\u00dfnahmen auch durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen und den Erwerb weiterer Fahrzeuge zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist au\u00dferdem, da\u00df im Jahre 1990 die Gewinn- und Verlustrechnung der APG ein Ergebnis der gew\u00f6hnlichen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in H\u00f6he von DM &#8211; 87.166,44 zu verzeichnen hatte, die der WSB dagegen in H\u00f6he von DM ca. 25 Mio. Dabei erbringt die WSB einen gro\u00dfen Teil der Betriebsleistungen und die APG ist lediglich eine &#8222;B\u00fcrogesellschaft&#8220;, deren Aufgabe unter anderem die Verteilung der Fahrgeldeinnahmen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Raum W\u00fcrzburg stehen gr\u00f6\u00dfere Projekte zum Ausbau des \u00d6PNV an, wie der Bau der Linie 7 nach H\u00f6chberg, der Bau der Linie 6 zur Uni und nach Gerbrunn und der Bau der Linie 01\/05 nach Versbach und Lengfeld. Zudem steht wahrscheinlich die Privatisierung des Nahverkehrs bei der Deutschen Bundesbahn vor der T\u00fcr. Und jedesmal kommt die bange Frage:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wer bezahlt das alles? &#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung des \u00d6PNV<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Situation des \u00d6PNV zu verbessern, sind zun\u00e4chst Sofortma\u00dfnahmen n\u00f6tig, die den Grundstein f\u00fcr langfristige L\u00f6sungen bilden. Bei einer dieser Sofortma\u00dfnahmen, die mehr Geld in die Kasse bringen sollen, war uns die WSB in ihren \u00dcberlegungen zur Abwechslung einmal voraus und stellte das Jobticket der \u00d6ffentlichkeit vor. Doch bis das tats\u00e4chlich eingef\u00fchrt wird, flie\u00dft noch viel Wasser den Main herunter, wogegen diese Variante in anderen St\u00e4dten bereits genutzt wird. Auf der Suche nach weiteren Hilfsma\u00dfnahmen, die in W\u00fcrzburg kurzfristig parktizierbar w\u00e4ren, lasen wir in der Zeitschrift &#8222;Ortswechsel 1990&#8220; etwas \u00fcber die &#8218;Bremer Karte&#8216;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bremen wurde eine Variokarte entworfen, deren Preis sich weitaus g\u00fcnstiger gestaltete als der einer normalen Monatskarte und jederzeit selbst der Benzinkostenrechnung standh\u00e4lt. Gleichzeitig erh\u00f6hten die Verkehrsbetriebe zur Unterst\u00fctzung die allgemeinen Fahrpreise, strichen einige Angebote, wie eine Senioren-Karte, lie\u00dfen die Marketingabteilung innovativ arbeiten und erhielten ein Produkt, das gro\u00dfen Anklang bei den Bremern fand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit der &#8218;Bremer Karte&#8216; schuf man au\u00dferdem eine beispielhafte Indentifikationsreihe:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bremer Karte &#8211; Bremen &#8211; Bremer Stra\u00dfenbahn AG.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen wurde durch die tarifliche Gestaltung der W\u00fcrzburger Variokarte deren gute Ab\u00adsatzchancen, die sie in sich barg, gleich im Keim erstickt. Der Erfolg der &#8218;Bremer Karte&#8216; sollte den Marketing-Experten in W\u00fcrzburg zu denken geben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos Marketing: In W\u00fcrzburg antwortet man auf unsere Aufforderung nach besserer Werbung, vor allem im Zusammenhang mit den Probefahrten der Linie 24 (Ach, davon wu\u00dften Sie noch nichts?), lakonisch:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wir finden, da\u00df die Bev\u00f6lkerung hinreichend \u00fcber diese Neuerung informiert wurde &#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entgegen dieser Meinung der WSB zu unserer Anregung, m\u00fcssen heute die Verkehrsbetriebe eine andere Marketing-Strategie fahren. Die Bef\u00f6rderungsleistung dieser Unternehmen ist ein hochwertiges Produkt. Und daf\u00fcr fehlt in W\u00fcrzburg ein schl\u00fcssiges Marketing- Gesamtkonzept!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zuguterletzt sehen wir folgende politische Ma\u00dfnahmen als relativ schnell durchf\u00fchrbar an:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Momentan sitzen zum Beispiel im Aufsichtsrat der WSB nur Stadtr\u00e4te. Gleichzeitig gibt es aber keinen Benutzerbeirat, wie wir ihn immer wieder gefordert haben. Deshalb schlagen wir vor, da\u00df die H\u00e4lfte der Aufsichtsratssitze nicht mehr mit Stadtr\u00e4ten besetzt werden, sondern mit Kunden der WSB, die aus eigener Erfahrung wissen, was f\u00fcr sie attraktiv ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Monats- und Jahreskartennutzer sind hier die geeignete Zielgruppe. Noch einmal zur Ver\u00addeutlichung: Es sind damit keine &#8218;Namen&#8216; oder &#8218;Honoratioren&#8216; gemeint, sondern<span style=\"text-decoration: underline;\"> tats\u00e4chliche Nutzer<\/span> des Angebotes der WSB.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das, was wir bisher beschrieben haben, sind M\u00e4ngel, die leicht abgestellt werden k\u00f6nnen, wenn der Wille dazu da ist. Deshalb bedarf es eigentlich vor jeder auch noch so geringen Verbesserung der \u00f6ffentlichen, dauerhaften politischen Entscheidung f\u00fcr den \u00d6PNV.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem m\u00fcssen sich die Politiker \u00fcber Kosten und Nutzen, sowie die Grenzen des \u00d6PNV im klaren sein. Es ist illusorisch zu erwarten, da\u00df die Verkehrsbetriebe nach kaufm\u00e4nnischen Grunds\u00e4tzen betrachtet kostendeckend arbeiten k\u00f6nnen. Doch wenn die Bef\u00fcrworter des Individuaiverkehrs immer wieder auf die Kfz- und Mineral\u00f6lsteuer verweisen, mit deren Hilfe Wege f\u00fcr des Auto gebaut werden, kann es sich ein Vertreter des \u00d6PNV leicht machen. Denn die Kosten, die der \u00d6PNV erfordert, sind l\u00e4cherlich im Vergleich zu den Geldern, die f\u00fcr den Individualverkehr aufgebraucht werden und aufgebracht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df das Auto nicht nur Stra\u00dfen braucht, sondern weitere sehr hohe Kosten verursacht, wird nie ber\u00fccksichtigt. Hier sind zum Beispiel die Unsummen zu nennen, die durch Unf\u00e4lle den Haftpflicht- und Rentenversicherern, den Krankenkassen und Arbeitgebern aufgelastet werden oder die nicht quantifizierbaren Umweltsch\u00e4den .<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Miteinander statt Gegen- \/ Nebeneinander<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bislang zeigte sich das Bild, da\u00df die Stadt W\u00fcrzburg versuchte, ein attraktives Nahverkehrsnetz anzubieten. Man arbeitete mit der APG zusammen, um auch auf dem Lande &#8222;gute&#8220; \u00d6PNV- Verbindungen anzubieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber sp\u00e4testens dann, als die Busse der APG vor den Toren W\u00fcrzburgs an die schnellere, umweltfreundlichere, bequemere und leistungsf\u00e4higere Stra\u00dfenbahn angebunden werden sollten, legte sich die APG \/ der Landkreis quer. Stattdessen forderten sie Busspuren parallel oder gar auf den Gleisen der Stra\u00dfenbahn in W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt nun zwei Verkehrssysteme, Bus und Schiene, kostentr\u00e4chtig parallel zu betreiben, mu\u00df eine konsequente Definition der Aufgabenbereiche auch in W\u00fcrzburg umgesetzt werden. Und anstatt zwei Verkehrsunternehmen mit doppelten Verwaltungskosten und doppelten Entscheidungswegen zu unterhalten, sollte hier endlich ein Schlu\u00dfstrich gezogen und ein Miteinander geschaffen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der W\u00fcrzburger OB Weber sagte auf einer Veranstaltung in Veitsh\u00f6chheim, da\u00df diejenigen, die eine bessere Anbindung an den \u00d6PNV forderten, auch daf\u00fcr bezahlen m\u00fc\u00dften. Als die Stadt W\u00fcrzburg nun eine solche Verbesserung im Zuge der Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr erreichen wollte, wie durch den Bau der Linie 7, verweigerte der Landkreis seine finanzielle Unterst\u00fctzung. Auch hier mu\u00df ein neuer Weg gefunden werden!<\/p>\n<p><strong>Und der k\u00f6nnte so aussehen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es findet im Raum Unterfranken eine Fusion von APG und WSB statt. Sp\u00e4ter werden auch die Schweinfurter Verkehrsbetriebe sowie die regionalen Teile der OVF \u00fcbernommen, um eine organisatorische Einheit zu schaffen. Ber\u00fccksichtigt man eine wahrscheinlich anstehende Regionalisierung des DB-Schienen-Nahverkehrs, ist hier gleich die verwaltungstechnische Infrastruktur geschaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geographisch l\u00e4\u00dft sich der entstehende Verkehrsraum wie folgt eingrenzen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgehend vom bestehenden Schienennetz haben wir eine erste Stufe angedacht, in der von Gem\u00fcnden, Schweinfurt, Kitzingen, Martbreit und Lauda aus der Verkehr auf W\u00fcrzburg zul\u00e4uft und innerhalb W\u00fcrzburgs \u00fcber das Stra\u00dfenbahnnetz der WSB mit den zuk\u00fcnftigen Ausbaustufen H\u00f6chberg und Gerbrunn weiterverteilt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich mu\u00df dieses Kernnetz auf ganz Unterfranken ausgedehnt werden. Allerdings sind wir der Meinung, da\u00df der Aschaffenburger Raum wohl eher dem Einzugsbereich von Frankfurt zuzurechnen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum denken wir so \u00fcber den Nahverkehr in Unterfranken?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kann in der Verkehrsprobiematik nicht mehr jeder nur bis zu seinem Gartenzaun denken. Ortsdurchfahrten gelten ab einem Durchflu\u00df von 10.000 Fahrzeugen pro Tag als \u00fcberlastet. Doch der W\u00fcrzburger B\u00fcrger soll an chronisch \u00fcberlasteten Einfallstra\u00dfen mit bis zu 25.000 Fahrzeugen pro Tag leben! Diese Stauungen verschlingen unn\u00f6tig Geld und Zeit und belasten unsere Umwelt durch Schadstoffe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um nun in Zukunft noch mobil sein zu k\u00f6nnen, ist es notwendig auszusteigen. Doch ein Umsteigen ist nur m\u00f6glich, wenn der \u00d6PNV wesentlich attraktiver und leistungsf\u00e4higer wird. Und dies kann nur ein regionaler Verbund unter einheitlicher F\u00fchrung leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorteile, die nun ein Verbund bietet, der von einer kommunalen Gesellschaft organisiert wird, sind manigfaltig. Er stellt in erster Linie sicher, da\u00df auch auf den weniger ertragreichen Strecken ein gewisses Fahrtenangebot aufrecht erhalten wird. Er erf\u00fcllt somit eine soziale Funktion, f\u00fcr die die angeschlossenen Kommunen die anfallenden Kosten \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da durch den Ausbau des Stra\u00dfenbahnnetzes, unter anderem in Richtung H\u00f6chberg, nicht nur W\u00fcrzburg entlastet wird, sondern auch der westliche Landkreis besser erschlossen wird, profitieren beide: Landkreis und Stadt W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies mu\u00df sich dann auch in der Finanzierung solcher Ausbauvorhaben niederschlagen. Durch die Kapitalanteile an der Gesellschaft k\u00f6nnte ein Schl\u00fcssel f\u00fcr die Aufteilung der Kosten an die einzelnen Tr\u00e4ger erstellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist aber nur eine Variante. Andere bieten unter anderem das &#8222;Karlsruher Modell&#8220; oder die Ausgestaltung des Rhein-Main-Verbundes. Ein weiterer gewichtiger Vorteil, den wir in einer Fusion der \u00d6ffentlichen Verkehrsbetriebe sehen, liegt im Kosten- und Verwaltungsbe\u00adreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst l\u00e4\u00dft sich in der Verwaltung Personal einsparen. Desweiteren lassen sich durch Gro\u00dfeinkauf bessere Konditionen erzielen und vor allem Werkstattkosten senken. Die Auf\u00adsichtsr\u00e4te lassen sich in ihrer Zahl verkleinern, ohne da\u00df der neue Aufsichtsrat ausufern darf. Die Besetzung sollte hier zur H\u00e4lfte aus Nutzern und zur H\u00e4lfte aus den Vertretern der kreisfreie St\u00e4dte und der Landkreise bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraus resultiert dann das wichtigste Argument. <strong>Die Entscheidungswege werden k\u00fcrzer!<\/strong> Mu\u00dften bislang bei einer gemeinsamen Ma\u00dfnahme der APG und WSB beide Aufsichtsr\u00e4te zustimmen, w\u00fcrde dann ein Aufsichtsrat gen\u00fcgen, in den durch die entsandten Vertreter der Kommunen gleichzeitig die Meinungen ebendieser einflie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann unseren \u00dcberlegungen gesetzliche Grenzen entgegenhalten. Vor allem da auch Lauda (Baden-W\u00fcrttemberg!) ein Endpunkt sein soll. Aber da sowieso neue Regelungen im Rahmen einer Regionalisierung des DB-Schienen-Personennahverkehrs gefunden werden m\u00fcssen, kann man gleichzeitig f\u00fcr solche Vorhaben die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Hierbei k\u00f6nnte sich vielleicht unser Regierungspr\u00e4sident Dr. Vogt als F\u00fcrsprecher gewinnen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend wollen wir unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, da\u00df diese L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge, die in anderen St\u00e4dten und Regionen bereits praktiziert werden, auch in W\u00fcrzburg auf fruchtbaren Boden fallen. <strong>Die Zeit ist reif !!!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IWS &#8211; Info ?????<br \/>\nKEIN Flugblatt&#8230;&#8230;&#8230;. und KEINE Zeitung&#8230;&#8230;..<br \/>\nAber trotzdem eine Informationsschrift der<br \/>\nInteressengemeinschaft W\u00fcrzburger Stra\u00dfenbahn e. V. 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